Knapp & bitter: Phoenix unterliegt den Löwen 83:84

Der zweite Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA führte die Feuervögel in den Löwenkäfig aka. in die Europahalle zu den PS Karlsruhe LIONS. Coach Harris hatte seine erste 10 mit in den Süden genommen und als Ersatz für den erkrankten Assistant-Coach Alex Nolte stand Individualtrainer und Juniors-Headcoach Stanley Witt mit an der Seitenlinie. Was zunächst verdächtig nach dem ersten Sieg der neuen Saison aussah, endete in einer ganz bitteren 83:84-Niederlage.

Die Karlsruher Personalsituation hatte sich kurz vor dem Spieltag noch einmal verändert, mit Kenneth Simms bekam das Team von Ivan Rudez auf der Center-Position Zuwachs. Mit 12 Spielern auf dem Block waren die Gastgeber daher etwas stärker besetzt als die Feuervögel, nach 40 Minuten war trotz der Hagener Niederlage aber zu sehen, dass es Phoenix ein wenig besser gelang, Verantwortung und Leistung auf vielen Schultern zu verteilen. Nur 7 der 12 Karlsruher Akteure scorten, bei den Feuervögeln kam jeder zu seinen Zählern.

 

Zum Spielverlauf:

Die Zahl der ersten Spielminute war die 23: Karlsruhes Nr. 23, Maurice Pluskota, eröffnete die Partie und sorgte für Karlsruhes einzige Führung in Halbzeit eins, bevor Hagens Nr. 23, Adam Pechacek im ersten Phoenix-Angriff nachlegte und ausglich (2:2). Die Feuervögel bewiesen zunächst, dass sie fleißig an der Freiwurflinie trainiert hatten, holten sich die Führung und hielten diese, trotz Wurfpech aus dem Feld, durch 7/8 verwandelte Freiwürfe bis wiederum Pluskota bei 4:30 Minuten ausgleichen konnte (11:11). Dann klappten aber auch die Feldwürfe wieder und bis zum Viertelende konnte Hagen die Führung souverän halten (22:26).

Das sah auch zunächst im zweiten Spielabschnitt noch so aus, unter anderem ein starker Dreier von Michael Gilmore, der mit Schützenhilfe von Geske seinen Weg in den Korb zum 26:31 fand, hielt die Feuervögel in Führung. Doch ein kaum zu bändigender Orlando Parker kam schon zu Beginn des Viertels zu seinem 15. Punkt (von 29) und bewies immer wieder, dass er den ersten Heimsieg im Löwenkäfig feiern wollte. Im Gegensatz zu den Hagenern stand er aber häufig allein auf weiter Flur, die Feuervögel hingegen kämpften über das ganze Spiel hinweg als Team und konnten nach der höchsten Führung durch einen Steal von Jasper Günther inkl. Gilmore-Dunk (31:40), noch mit einem 4-Punkte-Vorsprung in die Pause gehen (43:47).

Mit dem Seitenwechsel folgte schnell auch der Führungswechsel. Quinton Stroman läutete den Run der Lions zum 48:47 ein und unter anderem gleich zwei Parker-Dreier und ein weiterer von Daniel Norl sorgten für den größten Vorsprung der Gastgeber (66:58). Während bei dem Löwen so ziemlich alles funktionierte, strauchelten die Hagener zunächst im dritten Viertel, fanden aber wieder einen Rhythmus und machten kurz vor der Sirene durch Jannik Lodders, dem durch ein unsportliches Foul von Filmore Beck ein 4-Punkte-Spiel gelang, wieder Boden gut (70:68).

Der Ausgleich durch Javon Baumann ließ nicht lange auf sich warten und das Spiel gestaltete sich im Schlussviertel eng und unfassbar spannend. Immer wieder hatte Phoenix die Chance sich abzusetzen, die Fehlwürfe aus der Distanz (20%ige Dreierquote) verhinderten dies jedoch. Karlsruhe durfte noch mehrfach an die Freiwurflinie und verwarf häufig, die dadurch entstandenen Möglichkeiten wusste das Harris-Team jedoch trotz spürbarem Kampfgeist bis zur letzten Sekunde nicht zu nutzen, und so saß zwar der letzte und einzige von 7 versuchten Dreiern von Kapitän Spohr, konnte aber nur noch die bittere 83:84-Niederlage besiegeln.

Sichtlich enttäuscht war auch der Hagener Headcoach nach der Partie: „Karlsruhe hat mit einer Menge Energie und Herz gespielt. Das dritte Viertel von ihnen war einfach perfekt und sie haben sich keine Ballverluste und Fehler erlaubt. Es war mit Sicherheit ein spannendes Spiel, das man sich gut ansehen konnte. Doch leider standen wir am Ende wieder als Verlierer da.“

Boxscore:

Phoenix Hagen: Gilmore (11/6 Reb.), Leufroy (12), Günther (5), Geske (11), Aminu (1), Lodders (11/7 Reb.), Spohr (13), Grof (5), Pechacek (4/6 Reb.), Baumann (10).

PS Karlsruhe LIONS: Stroman (4), Gordon (14), Savic (2), Okundaye, Nzeakor, Sperber, Norl (7), Simms, Parker (29), Dunbar (9), Pluskota (19), Beck.

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